Mittwoch, 17. Juni 2020

Für Kinder

Hier was für Kinder:

Diesen Monat erscheint eine Anthologie, in der ich mit nachfolgendem Gedicht vertreten bin. Sogar gereimt, obwohl mich das große Überwindung gekostete hat. (Ich mag ja Reimgedichte nicht mal lesen.)
Alles schön schaurig und gruselig!!!



Gretels Gruselei


Überm Friedhof leuchtet die Laterne
Der Nebel wabert, man sieht keine Sterne
Die Eule schreit schauerlich durch die Nacht
Es quietscht ein Tor, ein Grabstein kracht
Des Pfarrers Witwe huscht ums Eck
Ihr langes Kleid raschelt so keck
Und sie fällt ins schaurige Geheul mit ein
Und zieht hinterher ihr linkes Bein
Und rasselt mit Ketten
Wild und gemein
Das raubt Gretel den Schlaf
Und sie kuschelt sich tief ins Bett hinein

Sie hört wie unten eine gruslige Stimme
Sie lockt
Doch sie bibbert und zittert
Und schweigt verstockt
Sie fürchtet sich vor der Pfarrersfrau
Die seit Jahrhunderten tot ist
Das weiß sie genau
Was soll sie jetzt tun?
Ihr gefriert das Blut
Die Pfarrerin will sie holen
Mit ihrer Geisterbrut

Gretel weiß nicht ein noch aus
Die Gruselgeschichten sind ihr ein Graus
Doch wenn sich diese als wahr erweisen
Wird die Pfarrerin ihr in den jungen Hals reinbeißen
Trinkt dann ihr Blut
Wie ein alter Vampir
Und wird dann sagen
„Das lob' ich mir“
Doch Gretel will es nicht so weit kommen lassen
Huscht aus dem Bett und versteckt sich in dunklen Gassen
Doch da hat sie die Rechnung ohne Wirt gemacht
Vor ihr steht die Pfarrerin und lacht
Nimmt sie mit in ihr uraltes Grab

Gretel ward nie mehr lebendig gesehen
Nur bei Vollmond
Sah man ihren Geist über den Friedhof gehn






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