Sonntag, 14. Januar 2018

wiederfinden


wiederfinden 

von inge jung, im januar ‘18 


in den wirren des wissenden ungewissen
ist es ein einfaches das leichte sein zu lassen
das sein zu lassen
es nicht-sein zu lassen ein gewagter schritt
in die richtung die am besten erscheint
die sich offenlegt und offenbart
hinter dem zweifel der seine fratze zeigt
seine zähne die alles verteidigen
was
ist die frage 

in der deutung
verliert der seine deutlichkeit
der sich nicht abgrenzt
mithilfe von weitflächigem niemandsland
das sich erstreckt
von einer seele zur nächsten
das sich in die erdwölbung flüchtet
die so nah am ganzen ist
so nah an uns
in uns 

der pfad ist so kurz und eng
das nur einer ihn gehen kann
keiner in den weg stellen
kein platz keine zeit kein raum
für einen zwischenstopp
der sich anbieten würde
nur verzögerung wäre
treffen nur in die länge ziehen
das treffen derer die in der seele des anderen sind
sich dort wiederfinden
wo sie niemals verloren waren

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