Sonntag, 25. Dezember 2016

im all der aufgehobenheit



im all der aufgehobenheit

von inge jung, im dezember ‘16



zwischen den jahren
den zeiten
den zeilen
in zwischenwelten
die sich über alles legen
die nur kurz da sind
nicht greifbar oder sichtbar
sich nicht halten lassen

sitzend und abwartend
ohne erwartungshaltung
ohne erwartung
nicht wie jene die etwas erwarten
für sich eine erwartung haben
die etwas für sich gewinnen wollen
die weiter sind
die diese zwischenzeit nicht annehmen
ohne pause sind

bin im all der aufgehobenheit
treibe dahin
während sich gedanken klar abgrenzen
von der äußerlichkeit
die um alles ist
die in biederer gestalt alles auffrißt
was sich ihrer dumpfheit widersetzt
sich nichts erklären lässt

nicht einmal von den erklärern
die selbst unvollkommen und eckig
andere benannten und katalogisierten
in ihren katalogen und statistiken
die selbst so klein waren
ihnen hätte eine zwischenzeit gut getan
um sich möglicherweise im all der aufgehobenheit
oder der vergessenen
zu finden

sich selbst zu begegnen wäre eine option
eine herausforderung
eine weitreichende entscheidung
wenn am ende des treffens
das fazit gezogen werden würde
wäre ich mir nur nie begegnet


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