Donnerstag, 13. Oktober 2016

gedanken in bruchstücken



gedanken in bruchstücken
eins


ich bringe niemandem etwas entgegen-
mir schon gar nicht
freundlichkeit ist mir fremd

ich könnte frau und mann (zum teil) sein wenn man mich ließe, sehe mich als neutrum der unendlichkeit-
mit dem unterschied, dass ich es erkenne

wir sind es alle- der is kämpfer- mutter theresa oder elvis presley
macht man es sich zu einfach in der namenlosen schwere, deren leid einen aufzufressen scheint

bei dem gedanken, dem wirklichen begreifen davon, dass alles aus einer energie kommt, jedes lebewesen, müssen unweigerlich manche zusammenbrechen- sich das leben nehmen um in sühne wieder zu kommen, als das geringste der geringen-
die weihnachtsgeschichte, nur nicht festgehalten

die leidensgeschichte eines tieres oder eines afganischen mädchens-
was wiegt schwerer

die waagen sind zerstört, fortgeräumt
das urteil über alles wird aus ledersesseln kommen, die sich um den dicken hintern eines menschen schmiegen

das leder ist von anderen lebewesen, der hintern selbst könnte eine qualitativ hochwertige zeltplane für behinderte waisenkinder abegeben
alles ist eins

die kunst ist sich zu lösen
von dort zu schreiben und zu handeln
wo man nicht man selbst ist
dort wo das sitzt was den menschen ausmacht
frei von alter geschlecht und allem anderen das einen in eine position zwingt

der beste autor ist meiner meinung nach der, der all dies erfüllt
der sich aufschreiben kann und niemals erkannt wird
nicht einmal von seinen gefährten

wenn selbst der überrascht wäre
wäre es gelungen
es gibt diese autoren, zweifellos
aber ich weiß sie selbst sind nie mit dem zufrieden was sie schreiben
genau da liegt das mensch-sein
und ich denke dass es gut so ist
dieses streben nach der perfektion kann nur scheitern
es muss, sonst ergibt alles keinen sinn

die spirale steigt oder fällt, alles aus der position des blickwinkels
wo meiner liegt, wage ich ich jetzt nicht zu beurteilen, noch nicht

ich füge mich- in einem gewissen maß- in meine umwelt ein
muss ich, denn ein aussteiger will ich nicht sein
vielleicht könnte ich es nicht, würde scheitern-selbst das ist eine option

der vorhang um mich und andere ist zu schwer
ich sehe und höre sie, bin ein teil davon und doch nicht
mir selbst unerklärlich

der schmerz, anderen schmerzen zuzufügen, ist manchmal unerträglich
kann nicht ausgehalten werden außer durch kasteiung

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